Sein altehrwürdiges Image hat Roger & Gallet nicht verloren. Auch wenn es seit 2010 zum Kosmetik-Konzern L’Oréal gehört. Das bedeutet nur, dass das Label neue Wege beschreitet. Nach wie vor bleibt es seinen exzellenten Duftnoten, verpackt in Parfums oder feinen Seifen treu. Ursprünglich spezialisierten sich die Gründer Armand Roger und Charles Gallet auf den Vertrieb und die Herstellung luxuriöser Duftwässer, bevor sie 1864 zu Hoflieferanten von Queen Victoria wurden. 15 Jahre später entwickelten sie ihr Markenzeichen: Die runde Seife mit parfümierten Kern, die es – in verbesserten Zusammensetzung – auch heute noch gibt. Schnell entwickelte sich ein exquisiter Kundenstamm aus Pariserinnen und reisefreudigen Damen, die nicht auf ihre Luxusseifen verzichten wollten. Zusätzlich kultivierte das Parfumhaus Düfte mit wohltuender Wirkung. Inspiration fanden sie dafür im ursprünglichen Eau de Cologne von Jean Marie de Farina. Aus einem authentischen Wissen und Können über die Destillation seltener Pflanzen und ätherischer Öle entstanden dann die einzigartigen Duftkreationen. Ab 1900 exportierten sie ihre Produkte auf alle fünf Kontinente. Hinzu kamen ihre legendären Kooperationen mit internationalen Künstlern, die für Roger & Gallet die Gestaltung der damaligen Werbekampagnen übernahmen. Die neue Identität der Produkte, ein moderner Art-Deco-Stil, übernahm 2006 der in Paris geborene Designer Martin Szekely, dessen Entwürfe bereits im MoMa ausgestellt wurden. Olfaktorisch entwickelt sich das Kultlabel auch weiter: Mit dem 25-jährigen Newcomer Mathieu Nardin haben sie eine Nase gefunden die alt und neu vereint. Eau des Bienfaits heißt seine neueste Wohlfühlessenz, abgeleitet von der Kultformel von Jean Marie Farina und mit frischen Noten wie Blutorange neu interpretiert.
