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In love with Einhorn! Wollen wir nicht eigentlich alle Glitzer pupsen?

Einhorn Aufmacher

Pastell- und regenbogenfarbene Glitzer-Unicorns sind überall. Egal, wo man hinschaut, sicher ist es vor den zauberhaften Wesen inzwischen nirgends. Ob auf Klopapier oder Kondomen – der Hype um das magische Einhorn scheint ungebrochen und Stylebook.de verrät, wie es dazu kommen konnte. 

Dass das Einhorn der neue Goldesel ist, hat im November 2016 der Süßigkeitenhersteller Ritter Sport bewiesen, als er eine streng limitierte Einhornschokolade auf den Markt brachte, die innerhalb von Minuten vergriffen war. Und damit ging es erst richtig los.

Einhorn drauf und jeder will es haben

Ob Kleidung, Kosmetika, Getränke, Nahrungsmittel oder sogar Cafés – sobald ein neues Einhornprodukt auf den Markt kommt, bricht allgemeiner Jubel aus und die Netzwelt wirft mit Glitzer um sich. Die Rechnung scheint einfach: Ein beliebiges Produkt nehmen, Einhorn drüber und fertig ist das neue Must-have. Das funktioniert selbst mit völlig „unmagischen“ Dingen wie Wurst, Bier oder Klopapier.

Einhörner waren schon immer Trend 

Es mag einige vielleicht überraschen, aber im Prinzip war das Einhorn schon immer ziemlich angesagt. Schon Philosophen der Antike, wie zum Beispiel Aristoteles (384–322 v. Chr.), erwähnten das geheimnisvolle Wesen in ihren Schriften. Hildegard von Bingen beschrieb das Einhorn in ihren mittelalterlichen Arzneibüchern und Marco Polo (1254–1324 v. Chr.) glaubte, ein Einhorn auf Sumatra gesehen zu haben (nah dran, es war ein Nashorn).

So zog sich das Einhorn als mythologisches Wesen bis heute durch die Geschichte und nahm schließlich in einer wesentlich pummeligeren Version und aufgepeppt mit ordentlich Glitzer und Regenbogenfarben in den Kaufhaus-Regalen und Onlineshops Platz. „Mythen haben uns schon immer Impulse gegeben. Und der Einhornmythos ist besonders stark“, erklärt Trendforscher Prof. Peter Wippermann (67) vom Hamburger „Trendbüro“. „Er funktioniert in der heutigen Gesellschaft, die so sehr von vielen Optionen und Individualismus geprägt ist, besonders gut.“ Das liegt vor allem an seinem großartigen Charakter. Das Einhorn ist edelmütig und gut, es ist rein, sanft und weise und es siegt am Ende über das Böse. Immer! Und selbst mit Magen-Darm-Problemen sind Einhörner noch süß, denn sie kotzen und pupsen ausschließlich Glitzer und Regenbögen.

„Sei du selbst. Außer du kannst ein Einhorn sein – dann sei ein Einhorn!“

Einhörner sind also unbesiegbar und sie geben ganzen Generationen von Mädchen und erwachsenen Frauen (und ja, es gibt auch viele Männer) das verloren gegangene Heile-Welt-Gefühl aus der Kindheit zurück, weiß Wippermann. „Es gibt einer unruhigen Gesellschaft, in der wir momentan leben, Halt. Es rüttelt tiefliegende Emotionen aus einer Zeit hoch, als der kindliche Kosmos noch vor der realen Welt geschützt und gleichzeitig, in Sachen Fantasie, unendlich war.“ Und unruhig, das ist die Welt allemal! Da kann einem ein Stück flauschiges Einhornklopapier mit Zuckerduft schon mal eine Minute Weltfrieden vorgaukeln.

https://www.instagram.com/p/BSwmxbYDGsm/

„Das Ende des Hypes ist bald erreicht“, prognostiziert auch der Trendforscher Wippermann. Was kommt als nächstes? Den Flamingos, zum Beispiel, fehlt als würdige Einhornnachfolger der mythologische Zauber. Vielleicht sind danach endlich die Meerjungfrauen dran. Oder das Seepferdchen. Wer weiß das schon …

Und auch wir Glossies lieben Einhörner! Da war es schon fast abzusehen, dass sich das zauberhafte Tierchen in eine unserer Boxen schleicht. Hier in Form einer zuckersüßen Bodylotion von Bettina Barty.

https://www.instagram.com/p/BSvg3SvDTjx/

Wo muss bei dir unbedingt ein Einhorn drauf sein? Oder hast du vielleicht eine andere kuriose Leidenschaft? Teile sie mit uns!



Sarah Lammers

Sarah Lammers

Autor und Experte

Als Videostylistin verhelfe ich dem Bewegtbild-Chaos zu Schönheit, setze zusammen, was zusammen gehört. Dafür brauche ich lediglich zwei Dinge: meine Ruhe und Kaffee, schwarz. Ich liebe das Schicksein ebenso wie gepflegtes Nicht-Styling und genieße neben meinem Job den Alltag als Mama von Zwillingen.