Pflege

Was hilft wirklich gegen große Poren?

Sie werden mehr gefürchtet als Fußpilz: große Poren. Doch was kann man tun, wenn die Gesichtshaut nicht ebenmäßig, sondern von kleinen Kratern durchzogen ist und ständig glänzt? STYLEBOOK.de hat beim Experten nachgefragt.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Beautymarke Olaz sind 38 Prozent der deutschen Frauen mit ihrer Gesichtshaut unzufrieden. Große Poren gelten nach Pickeln mit 49 Prozent als zweithäufigster Makel. In den USA und Asien grassiert bereits die „Porexia“: die Angst vor sichtbaren Poren.

große Poren

STYLEBOOK.de: Warum sind Poren eigentlich wichtig?

Dr. med. Tanja C. Fischer, Dermatologin aus Berlin: „Poren sind (…) kleine Kanäle, durch die der Körper Talg absondert. Dieser Talg dient dazu, die oberste Hautschicht, die sog. Hornschicht, und auch die Haare geschmeidig zu halten.“ Außerdem schütze Talg die Haut vor Krankheiten, Bakterien und Umwelteinflüssen, so die Expertin.

Wie entstehen vergrößerte Poren?

„Die Größe der Hautporen ist hauptsächlich genetisch bedingt. Wer zu fettiger Haut neigt, hat eher größere Poren, ist zudem anfälliger für Pickel und Akne“, verrät Dr. Fischer. Außerdem wird die Porengröße beeinflusst durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlen, den persönlichen Lebensstil (Nikotin, Stress, Alkohol, ungesunde Ernährung) sowie den natürlichen Alterungsprozess. Verstopfte Poren können Entzündungen und Pickel verursachen.

Doch was tun, wenn man Haut mit unschönen großen Poren hat? Hier die Tipps der Expertin:

Was man zu Hause tun kann:

Waschen: Nicht zu häufig. Zweimal täglich – morgens und abends – genügt, am besten mit rückfettenden, pH-neutralen Reinigungsmitteln. Große Poren sind nämlich KEINE Folge von Unreinheit.

Pflegen: Cremige und fettreiche Texturen vermeiden, lieber leichte Fluids oder erfrischende und feuchtigkeitsspendende Gele verwenden.

Regulieren: Für fettige Haut mit viel Talg und großen Poren Pflegeprodukte mit hochdosiertem Retinol (Vitamin A) nutzen. Ebenfalls talgregulierend wirken Teebaumöl, Zink, Silicium und Salicylsäure.

Klären: Gesichtsmasken, z. B. mit Heilerde, helfen die Poren zu verfeinern. Sie regen die Durchblutung an und fördern die Ausscheidung von überflüssigem Talg. Masken auf Kohlebasis binden sich an Unreinheiten und ziehen sie beim Entfernen aus der Haut. Auch Peel-off-Masken sind gefragt, wie hier zum Selbstanrühren:

Optisch kaschieren: Das können Pore-Minimizer aus dem Handel. Deren Polymere legen sich in die Pore und verhindern, dass sich das Licht in der Vertiefung bricht.

Sparsam sein: Make-up sollte sparsam und selten benutzt werden, weil bei großporiger Haut die Foundation oft in den Poren hängenbleibt, was sie noch größer und unschöner aussehen lässt, und weil es verstopft und Pickel begünstigt. Besser: Makel stellenweise per Concealer kaschieren.

Lichtschutz nutzen: Denn wenn die Haut schneller altert, wird sie schlaff und die Poren dehnen sich zusätzlich aus.

Was der Profi tun kann:

Chemisches Peeling: Dabei wird die oberste Hautschicht mittels Fruchtsäuren abgetragen. Diese regeneriert sich dann und sieht feiner aus. Dr. Fischer: „Diese Methode (…) sollte in jedem Fall bei einem Experten durchgeführt werden, da bei einer zu hohen Konzentration der Säure die Haut verätzt wird und Narben zurückbleiben können.“ „Sex and the City“-Fans wissen das bereits:

Mikrodermabrasion: Dabei wird ebenfalls die oberste Hautschicht mechanisch mit einem Schleifkopf mit Diamantaufsatz abgetragen.

Laserbehandlung: Dabei wird in einer ca. 40-minütigen Behandlung, ähnlich wie beim chemischen Peeling, die Kollagenproduktion und die Bildung neuer Hautzellen angeregt. So wird die Porengröße vermindert und der Teint sieht ebenmäßiger aus. Vorteil: Die Methode ist schonender, die Haut heilt schneller.

Lust auf weitere Tipps für schöne Haut? Entdecke hier das Peeling, das auf genau auf deine Hautbedürfnisse abgestimmt ist!



Marlen Gruner

Marlen Gruner

Autor und Experte

Als Redakteurin und Beautynista bin ich gemeinsam mit dem Team immer auf der Suche nach spannenden Beauty-News, um sie dir – genauso wie innovative Produkte, Marken und Hintergrund-Storys – hier auf dem Blog vorzustellen.