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Traumberuf Make-up-Artist: Das steckt wirklich hinter der begehrten Ausbildung

Traumberuf Make-up-Artist: Das steckt wirklich hinter der begehrten Ausbildung

Als Sechsjährige weiß sie bereits, dass sie Make-up-Artist werden will. Doch wie das Leben so spielt, verschlägt es Sandra Anna Maria – oder kurz: Sam – zunächst an die Uni, um Wirtschaft zu studieren. Schnell merkt sie, dass die Liebe zu Make-up, dem Kreativen und die Faszination rund um die Beauty- und Fashion-Welt stärker sind.

Heute gehört die kreative Beautynista und Mama eines Sohnes zu den erfolgreichsten Make-up-Artists Deutschlands. Sie kann bereits auf eine beeindruckende Laufbahn, die mit prominenten Designern wie Hunkemöller, Liebeskind, Stefanel und Engagements für „Das Supertalent“ oder „RED – Das Starmagazin“ gepflastert ist, zurückblicken. Obendrein leitet die blonde Powerfrau eine eigene Make-up-Schule: die Inclover Hair & Make-Up Academy. Für GLOSSYBOX kreiert Sam die monatlichen Campagnen-Looks, die du in unserem Print- sowie Onlinemagazin findest. Beste Gelegenheit für uns, mit einem echten Profi und Meister seines Fachs über das Thema „Traumberuf Make-up-Artist“ zu plaudern!

Das hat uns Sam zum Traumberuf Make-up-Artist verraten:

GLOSSYBOX: Wo kann man eine Ausbildung absolvieren? Muss diese privat gezahlt werden?

Sam: Vielleicht bei mir, in der Inclover Hair & Make-up Academy 😉 Ansonsten gibt es natürlich auch viele andere private Make-up-Schulen in Deutschland. Staatliche Ausbildungen gibt es nur im Bereich Maskenbild, die am Theater absolviert werden. Für die privaten Schulen gibt es Fördermöglichkeiten wie z. B. Bildungsgutscheine über die Arbeitsagentur oder Zuschüsse in vielen Bundesländern.

Welche Kosten kommen auf einen zu, um perfekt ausgestattet zu sein?

Das hängt davon ab, mit welchen Marken man arbeiten möchte und inwieweit man ausgebildet wurde, um z. B. Farben selbst anzumischen. Für eine solide Grundausstattung sollte man mit 2000 Euro rechnen. Mit der Zeit wird man immer wieder Produkte dazunehmen, je nachdem, in welchem Bereich man arbeitet. Wenn man ein Make-up Junkie ist wie ich, wird man zum Dauergast in den Make-up-Läden 😉

Muss man ausdrückliches Talent besitzen oder kann man diesen Beruf auch ganz normal erlernen?

Natürlich ist Talent wie in jedem Beruf von Vorteil. Tatsächlich ist der Make-up Artist aber vor allem ein kreativer Handwerksberuf. Man erlernt als Basis viele Techniken und Grundlagen. Schwierig wird es jedoch, jemandem Kreativität beizubringen, wenn sie nicht von sich aus vorhanden ist. Da stößt man schon an Grenzen. Aber in dem Bereich Make-up-Artist gibt es auch viele Sparten und je nachdem, in welchem Bereich man arbeiten möchte, muss man nicht unbedingt ein Picasso sein, sondern man kann z. B. auch ein guter Beauty-Artist werden und damit erfolgreich sein. Deshalb würde ich mich davon nicht unbedingt abschrecken lassen.

Was war für dich die größte Herausforderung an der Ausbildung?

Meinen eigenen Stil zu finden.



Was ist die größte Herausforderung in deinem beruflichen Alltag?

Die größte Herausforderung ist, auf alle möglichen Eventualitäten von Hautanomalien, Haarstruktur und Sonderwünsche vorbereitet zu sein und man nie weiß, was auf einen zukommt. Wie Forest Gump sagte: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was drin ist.“ Deswegen reise ich immer mit vielen Koffern an. Vielleicht brauche ich bald einen Truck 😉

Was ist der größte Spaßfaktor an deinem Beruf?

Die vielen neuen tollen Menschen kennen zu lernen, immer neue Sachen auszuprobieren und neue Looks zu kreieren. Es wird nie langweilig.

Was sollte man nicht unterschätzen, wenn man Make-up-Artist werden will?

Die Arbeitszeiten, Schlafmangel, Muskelkater und einen hohen Kaffeekonsum.

Wie kann man sich von der Konkurrenz abheben?

Seinem eigenen Stil treu bleiben, teamfähig sein, soziale Kompetenz aufweisen und sich für nichts zu schade sein.

Was macht außerdem einen guten Make-up-Artist aus?

Nicht immer nach Schema F zu schminken und das Make-up immer an die jeweilige Person und deren Anatomie anzupassen. Außerdem: immer auf dem neusten Stand zu sein. Plus sauberes und technisch einwandfreies Arbeiten.

Welche beruflichen Ziele möchtest du noch erreichen?

Vielleicht irgendwann einmal eine kleine Make-up-Linie zu kreieren. In einem Farblabor Farben zusammen mischen, das wäre doch etwas Feines.

Woher nimmst du die Inspirationen für deine Looks? Wie bleibst du kreativ?

Das ist schwer zu beantworten. Es ist ein Prozess aus vielerlei Komponenten. Das für mich Inspirierendste ist Mode, die Farben, Schnitte und Stoffstrukturen. In Sachen Farbkombination ist die Malstunde mit meinem kleinen Sohn eine echte Inspiration.

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Diana Damm

Diana Damm

Autor und Experte

Vorsicht, bissig! Aber nur vor dem ersten Kaffee! ;) Danach besteht meine Mission darin, Themen zu suchen und Texte zu produzieren, die dein Beauty-Herz glücklich machen. Denn, um es in Audrey Hepburns Worten zu sagen: „I believe happy girls are the prettiest!"