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Wie war das nochmal mit der Lichtbrechung? Braun werden am Meer

Wie war das nochmal mit der Lichtbrechung? Braun werden am Meer

Oh yeah. Sommer, Sonne, Strandurlaub. Wir haben es uns im „Under the sea“-Monat mehr als verdient, endlich mal Ferien zu machen. Und zwar genau da, wo die Sonne vom Himmel und nicht aus der Sonnenbank bzw. Tube scheint. Wo Treibenlassen Lebenseinstellung und kein To-do ist: Am Meer!

Und natürlich wollen wir auch hübsch braun zurückkommen. Lichtschutzfaktor 50 ist eingepackt, das Meer wartet. Doch eine Sache, über die wir noch reden müssen: Lichtbrechung!

Was hat die Lichtbrechung im Wasser zu suchen?

Zumindest sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen, was da so alles im bzw. auf dem Wasser passiert.

AUF DEM WASSER

Lichtbrechung Mehr Bräune im Wasser oder außerhalb des Wassers Sonnenschutz_Beitragsbild_auf dem Wasser

Zum einen hat alles, was über Wasser ist, die Chance, schneller braun zu werden. Also Surfer, Bootfahrer, Paddler, Luftmatratzenchiller. Warum? Weil die Sonnenstrahlen hier vom Wasser reflektiert werden. Das heißt, sie kommen nicht nur geradewegs von oben, sondern werden auch vom Wasser, das dann gewissermaßen als Spiegelfläche fungiert, „zurückgeworfen“. Heißt: Doppelte Sonne, doppelte Gefahr. Also schön eincremen!

IM WASSER

Auch hier ist man vor einem Sonnenbrand keineswegs sicher – im Gegenteil. Denn wusstest du, dass in etwa einem halben Meter Tiefe noch UV-Strahlung ankommt? Rund 60 Prozent der UVB-Fieslinge, die für längerfristige Bräunung – aber auch Rötung – verantwortlich sind, weil sie stärker als die langwelligeren UVA-Strahlen sind, landen unter Wasser. Die sorgen übrigens für eine kurzzeitigere Tönung der Haut, von ihnen brechen sich ganze 85 Prozent im Wasser. In klaren Gewässern wie etwa dem Mittelmeer vor Kroatien reichen die Strahlen übrigens noch tiefer.

Lichtbrechung Mehr Bräune im Wasser oder außerhalb des Wassers Sonnenschutz_Beitragsbild_im Wasser

Aber zurück zum System Lichtbrechung: Die Strahlen werden also unter Wasser gebündelt. Das muss man sich wie eine Lupe vorstellen, die man in der Sonne über ein Blatt Papier hält, das irgendwann anfängt zu brennen! Genauso ergeht es unserer Haut im Wasser. Auf sie treffen quasi die gebündelten Sonnenstrahlen. Jap. No chance. Und draußen am Strand geht es mit der Lichtbrechung weiter.

Und was macht die Lichtbrechung am Strand?

Wusstest du, das nasse Haut schneller verbrennt als trockene? Ein viermal höheres Sonnenbrandrisiko soll man mit feuchter Haut haben. Schuld sind die kleinen Wassertröpfchen, in denen sich – ja, jedem einzelnen – die Lichtstrahlen brechen bzw. bündeln und geradewegs auf die Haut treffen. Ergo: Schön abtrocknen.

Lichtbrechung Mehr Bräune im Wasser oder außerhalb des Wassers Sonnenschutz_Beitragsbild_am Wasser

Wichtig ist also beim Baden ein wasserfester Sonnenschutz. Aber auch der hält nicht ewig, schließlich wird er beim Planschen im Wasser auch irgendwann abgetragen. Experten raten, spätestens alle zwei Stunden nachzucremen bzw. sofort, wenn man aus dem Wasser kommt. Schön großzügig. Keine Angst: Du wirst dabei trotzdem braun. Nur eben auf viel gesündere Weise.

Das Ding mit dem Salz und der kühlen Brise

Wusstest du außerdem, dass die Nordsee noch krasser drauf ist, wenn es um Sonnenstrahlen und Lichtbrechung geht? Denn durch den hohen Salzgehalt im Meer und folglich auch in der Luft reflektieren die Salzkristalle das Sonnenlicht zusätzlich. Beim nächsten Besuch in St. Peter Ording darfst du also ruhig die große Tube Sonnenmilch einpacken.

Ach ja, und da wäre noch der Fakt, dass Wind und auch Wasser – wenn es nicht gerade Badewannentemperatur hat – die Haut kühlen und man schlichtweg nicht direkt merkt, wenn es sprichwörtlich brenzlig wird. Sondern erst wenn sich die Hauttemperatur wieder normalisiert und man schon einen krebsroten Rücken hat …

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Marlen Gruner

Marlen Gruner

Autor und Experte

Als Redakteurin und Beautynista bin ich gemeinsam mit dem Team immer auf der Suche nach spannenden Beauty-News, um sie dir – genauso wie innovative Produkte, Marken und Hintergrund-Storys – hier auf dem Blog vorzustellen.