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10 inspirierende Frauen, die Beauty-Standards neu definieren

10 inspirierende Frauen, die Beauty-Standards neu definieren

Die Sache mit dem Reinverknallen in den ganz eigenen Körper ist ja nicht unbedingt eine ganz einfache Angelegenheit. Wie das in der Liebe eben immer so ist. Und als hätte man da nicht ohnehin schon genug mit dem Aufdröseln der eigenen Gefühle zu tun, wird einem auch noch von allen Seiten ganz ungefragt die Meinung um die Ohren gehauen. Die Schenkel sind zu dick. Die Haare zu dünn. Und das Muttermal an der Oberlippe ist irgendwie auch nicht gerade der Schönheitsfleck von Cindy Crawford. Die gängigen Schönheitsideale können einem da schon ordentlich die Tour vermasseln und einer glücklichen Beziehung zu sich selbst im Wege stehen.

Dabei wäre es doch ziemlich langweilig, wenn wir alle wie frisch aus der Hochglanzwerbung entsprungen, durch die Weltgeschichte laufen. Umso erfrischender ist es, dass sich immer mehr Insta-Beauties trauen, ganz sie selbst zu sein. Statt falschen Idealen hinterherzuhecheln, schaffen sie einfach ihre eigenen Beauty-Standards und feiern ihre vermeintlichen Makel als liebenswerte Besonderheiten. Wir sagen: Ein Hoch auf das Unperfektsein! Von diesen Damen können wir noch einiges in Sachen Selbstliebe lernen.

Diese Influencer definieren die Beauty-Standards neu

Harnaam Kaur

Als Folge einer Stoffwechselerkrankung wächst der Britin mit indischen Wurzeln ein dichter Vollbart. Schämen muss sich Harnaam dafür aber nicht. Warum auch? Statt den Gesichtshaaren täglich mit dem Rasierer zu Leibe zu rücken oder sich gar einer Hormon-Therapie zu unterziehen, hat sie sich so angenommen, wie sie ist und ihre ganz eigene Definition von Weiblichkeit geschaffen. Damit gibt sie nicht nur denjenigen Kraft und Mut, die ebenfalls mit dem „polizystischen Ovar-Syndrom“ leben, sondern auch allen anderen, die sich wegen ihres anderen Aussehens von der restlichen Welt nicht angenommen fühlen.

Marimar Quiroa

Dass sie mit einem Lymphangiom, einer gutartigen Turmorgeschwulst an Hals und Nacken geboren wurde, hält die 22-Jährige nicht davon ab, ihre Leidenschaft für Beauty voll auszuleben und mit der Welt zu teilen. Auf YouTube verfolgen mehr als 300 Tausend Follower ihre Tutorials, mit denen sie beweist, dass Schönheit nicht zwingend etwas mit symmetrischen Gesichtszügen und Perfektion zu tun haben muss.

Beck Jackson

Dass auch vermeintlich perfekte Fitness-Blogger mit ganz irdischen Problemen zu kämpfen haben, führt uns Beck Jackson anschaulich vor Augen. Auf ihrem Account teilt die durchtrainierte Schönheit nicht nur Workout-Pics und Mirror-Selfies aus der Umkleide, sondern auch, wie es unter Make-up und Insta-Filter wirklich aussieht. Seit dem Teenageralter leidet die Australierin unter starker Akne und traute sich bis vor drei Jahren nicht ohne Make-up aus dem Haus. Mittlerweile hat sie gelernt zu lieben, wie sie ist und will auch andere dazu ermutigen, zu sich selbst zu stehen.

Yasmin Taylor

Seit ihrem 15. Lebensjahr leidet Yasmin an sogenanntem Kreisrunden Haarausfall, bei dem ihr eigenes Immunsystem ihre Haarwurzeln angreift und das Wachstum verhindert. Während sie die kahlen Stellen früher noch unter Perücken versteckte, steht sie heute zu ihrem individuellen Look. Mit ihrer natürlichen Schönheit ist sie ein Vorbild für Selbstliebe, von der wir uns alle noch eine gute Scheibe abschneiden können. Und mal ehrlich: Haare würden bei dem schönen Lächeln doch auch bloß ablenken.

Morgan Mikenas

Den Rasierer hat die Fitness-Bloggerin schon vor Jahren an den Nagel gehängt. Ihrem Erfolg hat das ganze nicht geschadet. Im Gegenteil! Knapp 100 Tausend Folower lieben Morgan für ihre Natürlichkeit. In der Schule wurde sie für ihre Körperbehaarung gehänselt, heute erntet sie für sie jede Menge medialen Applaus. Auch wir klatschen begeistert in die Hände und sagen: Dankeschön!

Emily Louise Jones

Weil Emily an dem „Ehlers Danlos Syndrom“ leidet, muss sie über eine Nasensonde ernährt werden, die von ihren Ohr über ihre Gesicht zur Nase führt. Statt diese aber zu verstecken, zeigt sie sie selbstbewusst und baut sie sogar in ihren Schmink-Tutorials mit ein. Make-up habe ihr dabei geholfen, sich selbst zu akzeptieren. Damit gibt sie auch anderen Mut, sich nicht von Einschränkungen einschüchtern zu lassen und bedingungslos nach seinen Träumen zu streben.

Mama Cāx

Als sie 14 Jahre alt war, wurde bei Cacsmy Brutus (aka „Mama Cax“) Lungen- und Knochenkrebs diagnostiziert. Die Ärzte gaben ihr gerade einmal noch drei Wochen zu leben. Sie ließ sich das rechte Bein amputieren und überlebte allen ärztlichen Prophezeiungen zum Trotz. Doch auch mit einem künstlichen Bein, geht sie unerschütterlich ihren Weg. Und das mit Style. Als Fashion-Blogger ist sie in der ganzen Welt unterwegs und zeigt auch anderen Frauen, dass ein Handicap uns nur noch stärker und schöner macht.

Evita Patcey Delmundo

Früher hat sie oft überlegt, sich die vielen Leberflecken, die überall auf ihrem Körper zu finden sind, entfernen zu lassen. Heute nimmt sie sie als ihre ganz persönliche Note an. Ein Besuch in einem Kirchencamp mit 16 ließ die heute 20-Jährige erkennen, dass Gott sie genauso geschaffen hat, wie sie ist und das sie genauso schön ist. Von Evitas positivem Vibe lassen wir uns gerne inspirieren.

Winnie Harlow

Als Kind wurde sie für die hellen Stellen auf ihrer Haut, die von einer Pigmentstörung („Vitiligo“) herrühren, immer wieder gehänselt. Die Folge: Depressionen und Selbstmordgedanken. Heute ist sie ein international erfolgreiches Topmodel und das nicht trotz, sondern vor allem wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens. Ihren Hatern von damals zeigt sie damit einen enthusiastisch erhobenen Stinkefinger und allen anderen, wie schön Anderssein ist.

Sophia Hadjipanteli

Warum sich mit der Pinzette quälen, wenn man es auch sein lassen kann – zumindest, wenn es mich selbst nicht stört. Sophia möchte sich nicht für andere verbiegen und ist mit ihren zusammengewachsenen Augenbrauen zur Wegbereiterin für das Hashtag #unibrowmovement geworden. Auf ihren Instagram-Account ermutigt sie uns alle zu mehr Selbstliebe: „Es geht darum, etwas zu normalisieren, was wir zu verstecken gewohnt sind, weil die Gesellschaft uns das suggeriert. Was auch immer das ist, was du selbst an dir liebst und andere nicht – zeig ihnen, dass du dich nicht für sie änderst. Für mich geht es um Veränderung. Nicht physische, sondern gesellschaftliche. Ich möchte in einer Welt groß werden, die mich nicht in meine Schutzhöhle drängt. Ich möchte damit Toleranz, Akzeptanz und Unterschiede fördern. Ich möchte, dass man auf sich stolz sein kann, und zwar genau so, wie man ist.“ #nomorewordsneeded

Du möchtest noch mehr inspirierende Stories? Dann schau dich auf unserem Beautyblog um und lass dich inspirieren.



Anna Sağlam

Anna Sağlam

Autor und Experte